Mit Spaß durch die Geschichte

Der Henker und die Zwerge

Geschichtsunterricht muss nicht trocken und langweilig sein. Nein, es geht auch ganz anders. Kommt ins Bremer Geschichtenhaus, dann werdet Ihr schon erleben, wie spannend und unterhaltsam Geschichte sein kann.

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Zum Beispiel mit dem Henker von Bremen. Mindestens einen von Euch wird er es am eigenen Leibe erleben lassen, wie es war im Pranger vorgeführt zu werden. Ein garantierter Spaß, wenn vielleicht auch nur für die anderen.

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Durch diese lebendige Darstellung der Geschichte, wie es sie so nur im Bremer Geschichtenhaus gibt, bekommt wohl jedes Kind Interesse an dem oft so drögem Schulfach Geschichte.

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Und dann geht es los auf die Reise durch 350 Jahre Bremer Geschichte. Seid gespannt was es dort alles zu erleben gibt.

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Schlagt doch Eurer Lehrerin oder Eurem Lehrer einen Besuch im Bremer Geschichtenhaus vor, und kommt mit der ganzen Klasse auf eine Reise die Ihr so schnell nicht vergessen werdet.

Solltet Ihr Fragen haben, hier könnt Ihr alle Unklarheiten klären: anfrage@bremer-geschichtenhaus.de

Ihr könnt übrigens auch Euren Geburtstag im Bremer Geschichtenhaus feiern.

Kindergeburtstag im Bremer Geschichtenhaus

Der Freundeskreis Bremer Geschichtenhaus empfiehlt
diesen Geschichtsunterricht für jede Schulklasse!

Buchpremiere von Martin de Wolf (19.April)

Buchpremiere von Martin de Wolf
im Bremer Geschichtenhaus

Martin de Wolf Flyer Entwurf

Am 19.April 2013 um 19:30 Uhr präsentiert Martin de Wolf
seinen neuen Thriller im Bremer Geschichtenhaus.

Der Eintritt ist frei!

Was sagt der Autor Martin de Wolf selber
zu seinem neuen brisanten Polit-Thriller
“Das 500-Millionen-Komplott”

“Als Romanautor kann ich mich nötigenfalls auf schriftstellerische Freiheit berufen und behaupten, alles sei ein Produkt meiner Fantasie. Ich muss es dem Leser überlassen, was er für bare Münze betrachtet und was als Fiktion. Vielleicht lässt sich der eine oder andere Leser zu eigenen Recherchen animieren. Aber Vorsicht: Die Erkenntnisse könnten den Glauben an Gerechtigkeit in Frage stellen. Man könnte zu dem Schluss kommen, dass wir unsere Weltordnung leichtfertig aufs Spiel setzen, wobei die Frage offen bleibt, ob dies bewusst oder unbewusst geschieht. Mächte, von denen kaum jemand etwas weiß, bestimmen über unser Schicksal, jedoch nicht immer zu unserem Wohlergehen. ›Wir sind das Volk‹, haben wir noch in guter Erinnerung. Heute sollten wir sagen: ›Wir waren das Volk‹.

Natürlich habe ich wegen rechtlicher Vorschriften oder aus dramaturgischer Notwendigkeit Namen, Orte und Zeiten verändert, mitunter auch deshalb, um mich selbst zu schützen. Etwaige Ähnlichkeiten sind jedoch weder zufällig noch unbeabsichtigt.”

Erscheinungstermin: Ende April 2013

Der Freundeskreis Bremer Geschichtenhaus freut sich
das Martin de Wolf sich für die Präsentation seines neuen Thrillers das Bremer Geschichtenhaus ausgewählt hat!

Schnoor Ansichten vergangener Tage (ca. 1900)

Wieder mal im SchnoorArchiv gewühlt.

Diesmal hab ich ein paar schöne Drucke aus vergangenen Tagen im SchnoorArchiv entdeckt.
Ein genaues Alter ist leider nicht angegeben, aber es lässt einiges darauf schließen, das die Drucke um 1900 entstanden sind.

Haben Euch die Bilder erfreut? Schön!
Falls Ihr auch noch Schnoor-Bilder aus den vergangenen Zeiten habt, dann meldet Euch doch bitte, damit Ihr mit Euren Photos auch anderen eine Freude bereiten könnt, und das SchnoorArchiv weiter wachsen kann. Wenn Ihr nur Negative oder Dias habt, kein Problem, die können wir scannen!

Der Freundeskreis Bremer Geschichtenhaus ist
auch ein Freund des Schnoorviertels!

Zeitgeschichte 16.2.2013 (NDR Info Podcast)

logo_ndrinfoZeitgeschichte 16.2.2013

NDR Info – 16.02.2013 19:20 Uhr Autor/in: Müller, Wolfgang

Die Themen: Vor 60 Jahren: Schuldenerlass – für Deutschland!; Die Hamburger “Weiße Rose”; Katyn: Stalins Massenmord an der polnischen Elite; Schüler spielen Geschichte.

NDR Podcast

Ab der 22.Minute beginnt der Bericht über Geschichte spielende Schüler im Bremer Geschichtenhaus.

Der Freundeskreis Bremer Geschichtenhaus hält
gut gemachten Geschichtsunterricht für eine wichtige Sache!

Bremen 19.August 1944 (Video)

Luftaufnahmen vom zerstörten Bremen

“In der Nacht vom 18.08. zum 19.08.1944 findet ein großer Bombenangriff auf den Bremer Westen statt. Dabei haben meine Eltern und ich unseren gesamten Besitz verloren, unsere Wohnung wurde komplett zerstört.. Uns blieb nur die Kleidung, die wir am Leibe trugen. Ich war damals 14 Jahre alt.” so erinnert sich Günter.

Quelle: Chroniknet.de

“In der Nacht vom 18. auf den 19. August 1944, heute vor 65 Jahren, wurde der Bremer Westen – die westliche Vorstadt einschl. Bahnhofsvorstadt, Doventor und Stephaniviertel – beim wohl schwersten Luftangriff auf Bremen zu 98 % zerstört. Weit über 1.000 Tote waren zu beklagen. 25.000 Gebäude wurden zerstört, 50.000 Menschen wurden obdachlos.
Rund 60 % der Gebäudezerstörungen des gesamten II. Weltkriegs in Bremen erfolgten in dieser einen Nacht.” so Peter Burtchenam am Jahrestag 2009.

Quelle: Mysnip.de

Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Ortsteile Bremens stark zerstört. Insbesondere der Bremer Westen mit seiner Werftenindustrie war ein oft getroffenes Ziel der Alliierten. Der 132. und schwerste Bombenangriff auf Bremen erfolgte in der Nacht vom 18. auf den 19. August 1944. Beteiligt waren 500 Bomber, die 68 Minenbomben, 2323 Spreng-, 10.800 Phosphor- und 108.000 Stabbrandbomben abwarfen. Es gingen bei diesem Angriff 25.000 Wohnungen verloren, insgesamt wurden vollständig zerstört: 8.248 Wohngebäude, 34 öffentliche Gebäude, 37 Industriegebäude, 80 Wirtschaftsgebäude. Es wurden 1054 Tote, 72 Schwer- und 677 Leichtverletzte, sowie 49.100 Obdachlose infolge dieses Luftangriffs gezählt. Insgesamt wurden auf Bremen 173 Luftangriffe geflogen, bei denen 62 % der städtebaulichen Substanz zerstört wurden. Am 26. April wird Bremen von den Briten erobert.

Quelle: wikipedia

22.30 Uhr Fliegeralarm, Entwarnung: 1.45 Uhr.
Gerade einmal 3 Stunden reichen um unser schönes Bremen in Schutt und Asche zu legen. Seht Euch die Luftaufnahmen vom Tag danach an. Trotz der Zerstörung kann man doch noch so einiges wieder erkennen, aber manches wirkt für viele auch unbekannt, denn es wurde leider nicht wieder aufgebaut.

Heute sind wir ja solche Bilder der Zerstörung aus den Nachrichten gewöhnt, und dementsprechend abgestumpft, aber wenn man inmitten der Trümmer seinen eigenen Wohnort erkennt, dann ist das doch etwas anderes. Mich haben diese Bilder jedenfalls sehr berührt, und ich wünsche mir so sehr, das so etwas nicht wieder stattfinden muss, nur weil irgendwelche menschenverachtende Politiker und Konsorten ihre lächerlichen Träume ausleben wollen.

Jagen wir doch einfach nächstes mal diese Verbrecher vorher zum Teufel. Wenn wir Augen, Ohren & Verstand offen halten, sind sie gut zu erkennen, schon jetzt!

Der Freundeskreis Bremer Geschichtenhaus freut sich das die Menschheit mittlerweile gelernt hat, und so etwas heute nicht mehr möglich ist, nirgendwo…

Flohmarkt an St.Johann im Schnoor (24.Februar)

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Großer Flohmarkt der Bremer Kinder- und Jugendkantorei:
“KOMMEN, SEHEN, ESSEN UND KAUFEN!”

Im Pfarrheim und um das Pfarrheim herum!

ab 11:30 Uhr

Im Pfarrheim und um das Pfarrheim herum werden Kleidung, Spielsachen, Bücher, CD’s, Hörspielkassetten und vieles mehr zu günstigen Preisen dargeboten! Für’s leibliche Wohl gibt es Kaffee, Tee, Waffeln, Kuchen und Herzhaftes.

Wer möchte kann sich für wenig Geld bei Claudias Schnittmobil die Haare schneiden lassen.

Außerdem findet wieder eine Tombola statt.

Der Erlös kommt der Bremer Kinder- und Jugendkantorei zugute, welche auch in diesem Jahr wieder viele Projekte verwirklichen möchte.

24.Februar ab 11:30 – 15 Uhr in der Kolpingstraße 1c (Ecke Süsterstrasse)

Spender für den Flohmarkt können sich unter Telefon 381629 melden. Näheres im Internet auf www.bremerjugendkantorei.de.

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Gestaltung des hübschen Flyers: Marta Daul

Der Freundeskreis Bremer Geschichtenhaus wünscht
den Gästen viel Vergnügen und

der Bremer Kinder- und Jugendkantorei gute Erlöse!

Die Bremer Stadtmusikanten – Ein Märchen von 1850

Die Bremer Stadtmusikanten.

Es hatte ein Mann einen Esel, der ihm schon lange Jahre treu gedient hatte, dessen Kräfte aber nun zu Ende giengen, so daß er zur Arbeit immer untauglicher ward. Da wollte ihn der Herr aus dem Futter schaffen, aber der Esel merkte daß kein guter Wind wehte, lief fort und machte sich auf den Weg nach Bremen: „dort,“ dachte er, „kannst du ja Stadtmusikant werden.“ Als er ein Weilchen fortgegangen war, fand er einen Jagdhund auf dem Wege liegen, der jappte wie einer, der sich müde gelaufen hat.“ „Nun, was jappst du so, Packan?“ fragte der Esel. „Ach,“ sagte der Hund, „weil ich alt bin und jeden Tag schwächer werde, auch auf der Jagd nicht mehr fort kann, hat mich mein Herr wollen todt schlagen, da hab ich Reißaus genommen; aber womit soll ich nun mein Brot verdienen?“ „Weißt du was,“ sprach der Esel, „ich gehe nach Bremen, dort Stadtmusikant zu werden, geh mit und laß dich auch bei der Musik annehmen. Ich spiele die Laute, und du schlägst die Pauken.“ Der Hund wars zufrieden, und sie giengen weiter. Es dauerte nicht lange, so saß da eine Katze an dem Weg und machte ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter. „Nun, was ist dir in die Quere gekommen, alter Bartputzer?“ sprach der Esel.  „Wer kann da lustig sein, wenns einem an den Kragen geht,“ antwortete die Katze, „weil ich nun zu Jahren komme, meine Zähne stumpf werden, und ich lieber hinter dem Ofen sitze und spinne, als nach den Mäusen herum jage, hat mich meine Frau ersäufen wollen; ich habe mich zwar noch fortgemacht, aber nun ist guter Rath theuer: wo soll ich hin?“ „Geh mit uns nach Bremen, du verstehst dich doch auf die Nachtmusik, da kannst du ein Stadtmusikant werden.“ Die Katze hielt das für gut und gieng mit. Darauf kamen die drei Landesflüchtigen an einem Hof vorbei, da saß auf dem Thor der Haushahn und schrie aus Leibeskräften. „Du schreist einem durch Mark und Bein,“ sprach der Esel, „was hast du vor?“ „Da hab ich gut Wetter prophezeit,“ sprach der Hahn, „weil unserer lieben Frauen Tag ist, wo sie dem Christkindlein die Hemdchen gewaschen hat und sie trocknen will: aber weil Morgen zum Sonntag Gäste kommen, so hat die Hausfrau doch kein Erbarmen, und hat der Köchin gesagt sie wollte mich Morgen in der Suppe essen, und da soll ich mir heut Abend den Kopf abschneiden lassen. Nun schrei ich aus vollem Hals, so lang ich noch kann.“ „Ei was, du Rothkopf,“ sagte der Esel, „zieh lieber mit uns fort, wir gehen nach Bremen, etwas besseres als den Tod findest du überall; du hast eine gute Stimme, und wenn wir zusammen musicieren, so muß es eine Art haben.“ Der Hahn ließ sich den Vorschlag gefallen, und sie giengen alle viere zusammen fort.

Sie konnten aber die Stadt Bremen in einem Tag nicht erreichen und kamen Abends in einen Wald, wo sie übernachten wollten. Der Esel und der Hund legten sich unter einen großen Baum, die Katze und der Hahn machten sich hinauf, der Hahn aber flog bis in die Spitze, wo es am sichersten für ihn war. Ehe er einschlief, sah er sich noch einmal nach allen vier Winden um, da däuchte ihn er sähe in der Ferne ein Fünkchen brennen und rief seinen Gesellen zu es müßte nicht gar weit ein Haus sein, denn es scheine ein Licht. Sprach der Esel „so müssen wir uns aufmachen, und noch hingehen, denn hier ist die Herberge schlecht;“ und der Hund sagte „ja ein paar Knochen und etwas Fleisch daran, thäten mir auch gut.“ Nun machten sie sich auf den Weg nach der Gegend, wo das Licht war, und sahen es bald heller schimmern, und es ward immer größer, bis sie vor ein hell erleuchtetes Räuberhaus kamen. Der Esel, als der größte, machte sich ans Fenster und schaute hinein. „Was siehst du, Grauschimmel?“ fragte der Hahn. „Was ich sehe?“ antwortete der Esel, „einen gedeckten Tisch mit schönem Essen und Trinken, und Räuber sitzen daran und lassens sich wohl sein.“ „Das wäre was für uns“ sprach der Hahn. „Ja, ja, ach, wären wir da!“ sagte der Esel. Da rathschlagten die Thiere wie sie es anfangen müßten, um die Räuber fortzubringen, bis sie endlich ein Mittel fanden. Der Esel mußte sich mit den Vorderfüßen auf das Fenster stellen, der Hund auf des Esels Rücken, die Katze auf den Hund klettern, und endlich flog der Hahn hinauf, und setzte sich der Katze auf den Kopf. Wie das geschehen war, fiengen sie insgesammt auf ein Zeichen an ihre Musik zu machen: der Esel schrie, der Hund bellte, die Katze miaute, und der Hahn krähte; dann stürzten sie durch das Fenster in die Stube hinein daß die Scheiben klirrten. Die Räuber fuhren bei dem entsetzlichen Geschrei in die Höhe, meinten nicht anders als ein Gespenst käme herein und flohen in größter Furcht in den Wald hinaus. Nun setzten sich die vier Gesellen an den Tisch, nahmen mit dem vorlieb, was übrig geblieben war, und aßen als wenn sie vier Wochen hungern sollten.

Wie die vier Spielleute fertig waren, löschten sie das Licht aus und suchten sich eine Schlafstätte, jeder nach seiner Natur und Bequemlichkeit. Der Esel legte sich auf den Mist, der Hund hinter die Thüre, die Katze auf den Herd bei die warme Asche, und der Hahn setzte sich auf den Hahnenbalken: und weil sie müde waren von ihrem langen Weg, schliefen sie auch bald ein. Als Mitternacht vorbei war, und die Räuber von weitem sahen daß kein Licht mehr im Haus brannte, auch alles ruhig schien, sprach der Hauptmann „wir hätten uns doch nicht sollen ins Bockshorn jagen lassen,“ und hieß einen hingehen und das Haus untersuchen. Der Abgeschickte fand alles still, gieng in die Küche, ein Licht anzuzünden, und weil er die glühenden, feurigen Augen der Katze für lebendige Kohlen ansah, hielt er ein Schwefelhölzchen daran, daß es Feuer fangen sollte. Aber die Katze verstand keinen Spaß, sprang ihm ins Gesicht, spie und kratzte. Da erschrack er gewaltig, lief und wollte zur Hinterthüre hinaus, aber der Hund, der da lag, sprang auf und biß ihn ins Bein: und als er über den Hof an dem Miste vorbei rannte, gab ihm der Esel noch einen tüchtigen Schlag mit dem Hinterfuß; der Hahn aber, der vom Lärmen aus dem Schlaf geweckt und munter geworden war, rief vom Balken herab  „kikeriki!“ Da lief der Räuber, was er konnte, zu seinem Hauptmann zurück und sprach „ach, in dem Haus sitzt eine gräuliche Hexe, die hat mich angehaucht und mit ihren langen Fingern mir das Gesicht zerkratzt: und vor der Thüre steht ein Mann mit einem Messer, der hat mich ins Bein gestochen: und auf dem Hof liegt ein schwarzes Ungethüm, das hat mit einer Holzkeule auf mich losgeschlagen: und oben auf dem Dache, da sitzt der Richter, der rief „bringt mir den Schelm her.“ Da machte ich daß ich fortkam.“ Von nun an getrauten sich die Räuber nicht weiter in das Haus, den vier Bremer Musikanten gefiels aber so wohl darin, daß sie nicht wieder heraus wollten. Und der das zuletzt erzählt hat, dem ist der Mund noch warm.

Autoren: Jacob Grimm und Wilhelm Grimm.

Sechste vermehrte und verbesserte Auflage von 1850

Die Bremer Stadtmusikanten

Postkarte entdeckt im SchnoorArchiv im Bremer Geschichtenhaus.