Dreimal andere Bremer Stadtmusikanten

Heute gibt es mal drei Postkarten von nicht ganz normalen Bremer Stadtmusikanten, gefunden im SchnoorArchiv.

Falls sich jemand fragt wieso gerade drei Postkarten, dem sei gesagt:
Dreimal ist Bremer Recht!

Dreimal ist Bremer Recht, hat unterschiedliche Wurzeln, die alle etwas vom Bremer Wesen beinhalten.

Zum einen lässt sich das Sprichwort aus der Rechtsgeschichte erklären.
Bremens Stadtgebiet war damals weiter ausgedehnt und prägte eigene Rechtsgrundsätze im Gegensatz zum gemeinen Recht:
Drei Instanzen für einen Rechtsweg,
drei Zeugen für die Beweiskraft,
dreimalige Proklamation zur Erlangung der Rechtsgültigkeit. Ein juristischer Ableger der heiligen Zahl drei.

Zum anderen wurden den Bremern vom Kaiser drei Rechte verliehen:
das Tragen von Gold und Pelzwerk für die Ratsherren,
die eigene Gerichtsbarkeit und
die freie Schifffahrt auf der Weser.

Zum dritten gibt es einen Bezug zum benachbarten holländischen Sprachraum: Driemaal is scheepsrecht.
Was soviel bedeutete,
dass der Schiffer drei Mahlzeiten an seine Leute auszugeben hatte,
drei Schläge mit dem Grützlöffel galt als Bestrafung und dreimal ruft man Hurra, wenn die Leiche mit den Worten een, twee, drie in Gods naam über Bord geworfen wurde.“

Quelle:
http://iq.lycos.de/qa/show/6315

Postkarten: SchnoorArchiv

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