Jan Reiners – Ein Symbol des Aufbaus

Jan Reiners

jan reiners 1950

1950 Jan Reiners hier an seinem Ausgangsbahnhof dem „Parkbahnhof“.

Von hier aus führte die Ein-Meter-Schmalspur-Strecke nach Tramstedt ins Teufelsmoor über Borgfeld und Lilienthal. Sie war ein reiner Privatbetrieb und wurde 1902 in Betrieb genommen. Ihren Namen hatte sie von ihrem ersten Betreiber Johann Reiners. Am 22.Mai 1954 stellte sie den Betrieb ein, sie hatte zwar noch eine Gnadenfrist auf dem Abschnitt Falkenberg – Tarmstedt, aber nach einer Beendigung einiger Straßenausbesserungen übernahmen Busse ihren Dienst. Der Parkbahnhof befand sich an der rechten Ecke der Stadthalle von der Gustav Deetjen Allee aus.

Um 1920 Lokomotive der Kleinbahn „Jan Reiners“

jan reiners 1920

Diese Strecke wurde Ende des vorigen Jahrhunderts aus Privatinitiative des Lilienthaler Oeconomierates Johann Reiners am 4.Oktober 1900 auf der Strecke Bremen – Parkbahnhof – Findorff – Horn – Leesterdeich – Borgfeld – Lilienthal – Falkenberg – Trupermoor – Wörpedorf – Eikedorf nach Tramstadt eröffnet.
In den 50er Jahren wurde die Linie wegen Unwirtschaftlichkeit eingestellt.

Johann Reiners (20.April 1825 – 9.September 1908)

„Jan Reiners“ machte vor drei Jahrzehnten seine letzten Fahrten

jan reiners 1954

Am Dienstag wird dieses Foto 30 Jahre alt: Damals, am 22.Mai 1954, stellte die „Jan-Reiners-Kleinbahn“, die zwischen Bremen und Tarmstedt verkehrte und deren Lokomotive hier in der Mitte zu sehen ist, ihren Betrieb ein. Sie wurde durch eine Omnibusverbindung ersetzt. Auch die beiden Straßenbahnwagen, die auf dem Bild noch an der Eickedorfer Straße durch Findorff fahren, sind längst überholt. Für sie lief die „Gnadenfrist“ am 1.Mai 1964 (Linie 5) und am 31.Mai 1965 (Linie 7) ab. Am längsten konnte sich im Findorffviertel die Straßenbahnlinie 6 halten. Sie wurde erst am 18.Juni 1967 durch den Omnibus 26 ersetzt.

Bremer Nachrichten 19.5.1984

Erinnerung an die Trümmerbahn

Ein Symbol des Aufbaus

jan reiners ein symbol

Erinnerung an ein Stück Schiene – Trümmerbahn als Symbol des Wiederaufbaus.

Eine teerverschmierte Schiene in der Bremer Juiststraße – zwischen Hemmstraßentunnel und Utbremer Straße, was hat es damit auf sich? Sie erinnert an die Trostlosigkeit der Nachkriegszeit, an überfüllte Kellerwohnungen, an unbeschreibliche Not – an Bremen als Ruinenstadt. Sie mahnt auf ihre Art zum Frieden. Nur wenige Meter Feldbahngleise, es sind die letzten vorhanden Spuren der Bremer Trümmerbahn.

1982

1945 – 1947

Da im 2.Weltkrieg fast der gesamte Westen zerbombt war, begann man kurz nach Kriegsende mit den Aufräumungs-Arbeiten. Am 22.Juli 1947 wurde auf dem Panzenberg eine Trümmerverwertungsstelle errichtet, die den Schutt zermahlte und zum Teil neue Steine daraus presste, oder den gemahlenen Schutt als eine Art Beton an die Baustellen lieferte. Eine Notlösung wie sich später herausstellte, denn die damit errichteten Häuser wiesen nach 3 Jahrzehnten erhebliche Mängel auf.

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