Der Pranger von Bremen

Marktplatz Bremen - Dilich - 1604

Kupferstich des Bremer Marktplatzes zu Beginn des 17. Jahrhunderts aus Wilhelm Dilichs Urbis Bremae et praefecturarum, quas habet, typus et chronicon, Kassel 1604, Tabula XVII.

Im Bremer Geschichtenhaus gibt es einen Pranger. Kinder wollen ihn gerne ausprobieren. Auf dem Bremer Marktplatz stand ein Käfig für den Straftäter.
Früher war es eine öffentliche Schande, welche der Verurteilte zu erdulden hatte und die vielfach ein „normales“ Weiterleben in der Gemeinschaft unmöglich machte oder sehr erschwerte. Auch war der Bestrafte den Schmähungen der Passanten ausgesetzt und das Bewerfen mit Gegenständen.
Trotz der modernen Ächtung des Prangers existieren ähnliche Formen der öffentlichen Vorführung nach wie vor. In den Medien werden tatsächliche oder vermeintliche Straftäter zur Schau gestellt.
Ein krasses Beispiel  ist ein Fall im US-Bundesstaat Ohio, bei dem eine Frau vom Gericht dazu verurteilt wurde, zwei Stunden lang ein Schild mit der Aufschrift „Nur ein Idiot würde auf dem Gehsteig einen Schulbus überholen“ hochzuhalten.

Text: Jens Scharpf Bild: Wilhelm Dilich

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