„Hab den Wagen voll geladen“

„Unser Bollerwagen“

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Ein früher noch durchaus üblicher Anblick zieht mittlerweile immer mehr Blicke auf sich. Dabei sieht man in Bremen den Bollerwagen noch relativ häufig, zumindest an bestimmten Tagen, wie dem Vatertag. Da ziehen die Männer, ob Väter oder nicht, mit ihren voll mit Getränken und anderen Genussmitteln beladenen Bollerwägen durch die Stadt, und trinken hier und da einen Schnaps aus dem praktischerweise meist um den Hals hängenden Glas. Doch nicht nur die Herren geben sich mit Inbrunst dieser alten Tradition hin, nein, am Muttertag geht dann die weibliche Fraktion mit Wagen und Tamtam auf die Straße. Und schließlich gibt es ja noch die beliebte Kohlfahrt, da gehen dann alle zusammen und trinken sich eine Grundlage auf dem Weg zum Lokal mit seinen leckerem Braunkohl und seinen fettigen Beilagen an. Doch Vatertag und Muttertag sind vorüber, und der Braunkohl, oder auch Grünkohl genannt, benötigt vor seiner Ernte den ersten Frost, damit er auch richtig lecker ist. Und der Frost lässt hoffentlich noch etwas auf sich warten.  Aber bei uns ist der Bollerwagen eigentlich ständig im Gebrauch. Vor allem zum Einkauf wird er genutzt, und spätestens wenn es dann durch den Schnoor und sein Kopfsteinpflaster „bollert“, weiß man auch woher der Name des Bollerwagens kommt.

Fotos: A. Tajer

Der Freundeskreis Bremer Geschichtenhaus weiß
Ein Bollerwagen braucht keine Klingel!

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