„Pestküchlein Rezept“

Ein Klosterrezept
nach einer uralten historisch verbürgten Überlieferung!

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Zutaten für den Teig: 500 g Mehl, 180 g Butter, 1 Ei, 1/8 l dicke saure Sahne,
(1 Prise Salz).
Man knetet davon einen festen Teig, schneidet ihn in mehrere Teile und rollt ihn möglichst dünn aus.
Zutaten für die Füllung: 1 Zwiebel, gekochter Schinken mit etwas Fett, 5-6 Eier, ½ l frische Sahne, (1 Prise Salz).
Gewürze: Pfeffer und Muskat. Salz.
Der Schinken wird gewürfelt, die Zwiebel gehackt und dazugetan. Hiervon wird ein tiefer Teller voll benötigt. Nun werden die Eier mit der Sahne verrührt und alles zusammengebracht. Man fügt die Gewürze zu.
(Vorsicht: In der Zeit, aus der dieses Rezept stammt, vermutlich dem 16. Jahrhundert, waren Pfeffer und Muskat sehr kostspielig. Es kostete in etwa ebensoviel wie Gold. Man verwende die Gewürze also sparsam. Das unterstützt damit den Eigengeschmack der Zutaten.) Weiterlesen

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„Hopfen und Malz, Gott erhalt s!“

Free Beer

A sign outside a café on Grays Inn Road, Camden, London, with the words „Free Beer Here (Tomorrow Only)“ Author: Tom Morris

6 Bier-Rezepte
aus dem VOLKS-KOCHBUCH für Schule,
Fortbildungsschule und Haus
von Hedwig Heyl
(1905).

Verfaßt auf Anregung Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Majestät
Kaiserin Friedrich.
Zugeeignet in Dankbarkeit und steter Erinnerung an
die Förderin des Volkswohls. Weiterlesen

Labskaus / Lobscouse

Labskaus ist ein Fleischgericht, welches in Norddeutschland, Norwegen, Dänemark, Schweden und in der Region um Liverpool (dort als Scouse bezeichnet) gegessen wird.

Erstmals 1706 von dem englischen Autor Ned Ward erwähnt, entstand das Gericht für Seefahrer und Matrosen in der Zeit der Segelschifffahrt, und bestand wohl ursprünglich hauptsächlich aus Pökelfleisch. Pökelfleisch gehörte seinerzeit zur vorgeschriebenen Ration der Seeleute, aber da in Folge von Skorbut und den dazugehörenden schmerzenden Zähnen oft keine feste Nahrung gegessen werden konnte, wurden die Mahlzeiten kleingehackt oder püriert. Auf diese Weise der Zubereitung konnte nebenbei auch minderwertiges Essen kaschiert werden. 1878 wurde diese Art der Zubereitung erstmals in einem deutschen seemännischen Wörterbuch erwähnt. Auch fanden hier bereits Kartoffeln als Breizusatz zum Salzfleisch Erwähnung. Durch Landgänge der Seeleute, die mit den schlechten Zähnen, wurde die breiige Zubereitung auch an Land übernommen.
Da das Originalrezept nicht bekannt ist, bleibt es umstritten, ob Fisch ein Bestandteil von Labskaus ist. Auch die geographische Herkunft ist unklar. Während viele das Rezept den Engländern zuschreiben, wird von vielen ein norddeutscher oder nordeuropäischer Ursprung vermutet. Je nach Region variiert die Zubereitung und Liste der Zutaten deutlich. Weiterlesen

Bremer Kükenragout

Kükenragout ist ein regionales Gericht aus Bremen.

Kükenragout wird aus den sogenannten Stubenküken zubereitet, jungen Hühnern mit einem Gewicht von 200 bis 600 Gramm. Sie sind nicht älter als einen Monat.

Heutzutage ist das Kükenragout ein edles Gericht und beinhaltet neben Stubenkükenfleisch auch Flusskrebsschwänze, Krabben (Granat) und Rinderzunge. Darüber hinaus sind häufig Hackbällchen aus Kalbfleisch sowie Spargel oder Schwarzwurzeln, Erbsen, Möhren, Champignons, Lauch und Zwiebeln enthalten. Zum Kükenragout wird oft Reis gereicht. Eine besonders reichhaltige Variante des Rezepts findet sich im Bremischen Kochbuch der Bremer Pädagogin, Schriftstellerin und Schulgründerin Betty Gleim wieder. Als weitere variable Zutaten empfiehlt sie dabei unter anderem Kieler Sprotten, geräucherte Muscheln, Kalbsmidder, Saucissen (Cocktail-Würstchen) sowie Artischocken.

Traditionell war das Kükenragout eine Speise des Isens, eines Festessens anlässlich der Wahl eines neuen Bremer Senators. Weiterlesen