Die Schlachte – Damals & Heute

Die Schlachte im Wandel der Zeit

Ein Model der Schlachte von 1840 steht im Keller vom Bremer Geschichtenhaus. Das Diorama von Wilhelm Thäte ist eine Leihgabe vom Bremer Übersee-Museum.
Es zeigt die Schlachte als Uferhafen. Zu sehen sind mehrere Brunnenhäuschen mit Handpumpen und vor allem die Wuppen und der große Tretkran. Ein geschäftiges Treiben fand dort statt, Schiffe wurden be- und entladen. Die Ware gelagert und zu den Kontorhäusern transportiert. Das war damals noch schwere körperliche Arbeit.
Mittlerweile hat die Schlachte sich sehr verändert. Die alte Kaimauer ist zwar noch erhalten, aber davor kam eine Vorschüttung zwischen Mauer und Fluss. So entstand ein Weg zum Flanieren entlang der Weser. Auf der oberen Promenade, an Stelle des alten Stapelplatzes, entstanden Biergärten und Sitzmöglichkeiten, diese dienen dem Vergnügen. Heute ist die Schlachte ein beliebtes Ziel für Bremer und Nichtbremer.

Fotos: A. Tajer

Der Freundeskreis Bremer Geschichtenhaus mag
die maritime Atmosphäre der Schlachte!

Geschichte des Hauses Stavenstrasse Nr.7

Zur Geschichte des Hauses Stavenstrasse Nr.7 

Nur von wenigen beachtet steht im Schnoorviertel ein Haus, welches mehr Beachtung verdient hat. Nicht nur, weil es schön ist, sondern auch weil es als einziges Gebäude vom Stavendamm so einiges überstanden hat. An der Fassade ist ein kleines Schild angebracht, auf dem das Folgende geschrieben steht:

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Von etwa 15 Häusern der Stavenstraße hat nur das Haus Nr.7 Krieg und Abriss-Eifer der fünfziger und sechziger Jahre überstanden. Die Gegend war sehr eng bebaut. Auf der kleinen Fläche zwischen den Häusern Nr.7 und Nr.8 (Neubau) und dem gegenüberliegenden heutigen Restaurant standen früher sechs Häuser, davon alleine zwei im heutigen Garten und eines auf dem kleinen Platz unmittelbar vor Nr.8.

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Das Haus Nr.7 gehört zu den wenigen Häusern im Schnoorviertel, die als Einzelgebäude unter Denkmalschutz stehen. Die Hausecke, an der dieses Schild befestigt ist, ist Teil eines älteren Hauses von vor 1800. In den Jahren 1830 und 1870 erhielt das Haus seine heutige Gestalt. Die Bewohner waren überwiegend Handwerker und Binnenschiffer.

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Fotos © Bernd Meyer

Der Freundeskreis Bremer Geschichtenhaus gönnt
dem Haus Nr.7 mehr Beachtung!

Welthundetag

Heute ist „Welthundetag

Gelegenheit darauf hinzuweisen, das im Bremer Geschichtenhaus als einzigem Museum in Deutschland, Hunde nicht nur willkommen sind, sondern sogar freien Eintritt haben. Also gönnt Eurem Hund doch mal etwas Kultur mit einem Besuch im lebendigen Museum im Schnoor.

Unserem Congo hat es sehr gut gefallen, siehe Bild.

Congo mit Gesche

Gesche Gottfried hatte sogar etwas zum Naschen für Congo. Ob es eine gute Idee war, die Leckerlies vom „Engel von Bremen“ anzunehmen, könnt Ihr in der Fotostory „Congos Abenteuer im Bremer Geschichtenhaus“ sehen.

Photo: Bernd Meyer

Die Ansgar-Säule

Es begann mit der Historischen Runde.

Am 4. Februar 1656 brannte der Nordturm des Domes nach einem Blitzeinschlag. Die Kirchturmspitze fiel auf das Kirchendach. Früher gab es Turmwächter. Diese schauten nach Feuer, Sturm und Unruhe aus. Sah er ein Feuer, so blies er die Trompete. Am Tage brachte er, eine Fahne und nachts eine Laterne mit Waltran in Richtung des Feuers an. Er wohnte im höchsten Kirchturm der Stadt.
In Bremen war das der Turm von St. Ansgarii. Bei Wikipedia steht, im Krieg stürzt am 1.September 1944 der Turm von St. Ansgarii in das Mittelschiff.
An die Kirche erinnert heute nur noch der Name Ansgarikirchhof und die Ansgar-Säule von Kurt-Wolf von Borries. Diese Säule nahm ich jetzt erst wahr.

Fotos und Text: Jens Scharpf

Der Pranger von Bremen

Marktplatz Bremen - Dilich - 1604

Kupferstich des Bremer Marktplatzes zu Beginn des 17. Jahrhunderts aus Wilhelm Dilichs Urbis Bremae et praefecturarum, quas habet, typus et chronicon, Kassel 1604, Tabula XVII.

Im Bremer Geschichtenhaus gibt es einen Pranger. Kinder wollen ihn gerne ausprobieren. Auf dem Bremer Marktplatz stand ein Käfig für den Straftäter.
Früher war es eine öffentliche Schande, welche der Verurteilte zu erdulden hatte und die vielfach ein „normales“ Weiterleben in der Gemeinschaft unmöglich machte oder sehr erschwerte. Auch war der Bestrafte den Schmähungen der Passanten ausgesetzt und das Bewerfen mit Gegenständen.
Trotz der modernen Ächtung des Prangers existieren ähnliche Formen der öffentlichen Vorführung nach wie vor. In den Medien werden tatsächliche oder vermeintliche Straftäter zur Schau gestellt.
Ein krasses Beispiel  ist ein Fall im US-Bundesstaat Ohio, bei dem eine Frau vom Gericht dazu verurteilt wurde, zwei Stunden lang ein Schild mit der Aufschrift „Nur ein Idiot würde auf dem Gehsteig einen Schulbus überholen“ hochzuhalten.

Text: Jens Scharpf Bild: Wilhelm Dilich

Von Tratschweibern & Stehbrunzhosen

Beinkleider

Barbara Kramer hat dem Bremer Geschichtenhaus alte Wäsche geschenkt. Es sind darunter auch zwei „Beinkleider“, welche über 100 Jahre alt sein müssen. 1805 gab es die ersten  „Beinkleider“ für Damen. Sie waren aus Leinen und im Schritt offen. 1840 wurde das Tragen von Unterhosen für Damen Pflicht. Diese Unterhose hieß „Stehbrunzhose“. Barbara erzählte mir, das sie  von ihrer Mutter hörte, das bei den Tratschweibern auf dem Markt, wenn diese gingen eine Pfütze war. Der Schlüpfer wurde 1914 eingeführt. Barbara stellte sich zur Verfügung, um zu zeigen wie die Beinkleider angezogen aussehen. Danke dafür!

Bilder und Autor J. Sch.

Der Freundeskreis Bremer Geschichtenhaus freut sich,
das heute nicht mehr überall Pfützen sind!